Arrigato Sauna

14. September 2026 · Saunapflege und Hygiene · Pflege & Reinigung

Saunareinigung und Holzpflege: Der Leitfaden für langlebige Hygiene

Regelmässige Pflege schützt das Holz und garantiert hygienisches Saunieren. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Heimsauna schonend reinigen und langfristig in Schuss halten.

Saunareinigung und Holzpflege: Der Leitfaden für langlebige Hygiene

Warum die richtige Saunapflege so entscheidend ist

Eine Sauna ist extremen Bedingungen ausgesetzt: Hohe Temperaturen im Wechsel mit Feuchtigkeit durch Aufgüsse und Schweiss stellen das verbaute Holz vor besondere Herausforderungen. Unbehandeltes Saunaholz besitzt zwar von Natur aus antibakterielle Eigenschaften, benötigt aber dennoch eine abgestimmte Pflege, um Verfärbungen, Gerüche und Materialschäden dauerhaft zu vermeiden.

Wer seine Heimsauna regelmässig reinigt, sichert nicht nur ein hygienisches Wellnesserlebnis für sich und seine Gäste, sondern erhält auch den materiellen Wert der gesamten Anlage über viele Jahre hinweg. Dabei kommt es vor allem auf die Wahl der richtigen Methoden an, denn aggressive Chemikalien schaden dem Saunaklima und der Holzsubstanz.

Basishygiene vor und während jedes Saunagangs

Effektive Pflege beginnt bereits vor dem Betreten der Kabine. Die wichtigste Grundregel lautet: Kein Schweiss auf blankes Holz. Ausreichend grosse Saunatücher, die unter dem gesamten Körper einschliesslich der Füsse ausgebreitet werden, fangen Schweisstropfen zuverlässig auf und verhindern unschöne Ränder im Naturholz.

Zudem empfiehlt es sich, vor dem ersten Saunagang gründlich zu duschen und sich anschliessend vollständig abzutrocknen. Trockene Haut schwitzt nicht nur schneller, sondern trägt auch weniger Duschmittelreste und Hautpartikel in die Kabine, was die Poren des Saunaholzes schont.

Die Routine nach dem Saunieren: Trocknen und Lüften

Nach dem letzten Saunagang verbleibt feuchte Luft im Innenraum. Schalten Sie den Ofen ab und lassen Sie die Saunatür weit geöffnet, damit die feuchte Luft ungehindert entweichen kann. Eine funktionierende Raumentlüftung im Aufstellraum sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit zügig abtransportiert wird und sich kein Kondenswasser an den Wänden absetzt.

Sollten dennoch feuchte Stellen auf den Bänken sichtbar sein, können diese mit einem trockenen Baumwolltuch vorsichtig abgetupft werden. Auf das Wischen mit nassen Lappen direkt nach dem Saunagang sollte verzichtet werden, da das warme Holz dadurch nur unnötig zusätzliche Nässe aufnimmt.

Regelmässige Grundreinigung: Schonend und effektiv

Für die turnusmässige Reinigung der Holzbänke und Rückenlehnen reicht in der Regel lauwarmes Wasser und ein weiches Tuch oder eine weiche Bürste. Wichtig ist, die Bürste stets in Richtung der Holzmaserung zu führen, um die Holzfasern nicht aufzurauen. Nach dem Feuchtwischen muss die Kabine gründlich durchlüftet werden.

Bei hartnäckigeren Verschmutzungen empfiehlt sich der Einsatz von speziellem Saunareiniger auf Basis milder Tenside oder verdünnter Wasserstoffperoxidlösungen. Auf Scheuermittel, chlorhaltige Desinfektionsmittel oder herkömmliche Haushaltsreiniger sollte vollständig verzichtet werden, da deren Dämpfe beim nächsten Aufheizen die Atemwege reizen können.

Fleckenentfernung und Auffrischung beanspruchter Holzteile

Mit der Zeit lassen sich leichte Verfärbungen oder oberflächliche Flecken auf den Sitzbänken kaum gänzlich vermeiden. Hier bietet unbehandeltes Holz einen grossen Vorteil: Verfärbte Stellen können vorsichtig mit feinem Schleifpapier (Körnung 120 bis 180) von Hand abgeschliffen werden.

Durch das leichte Anschleifen werden nicht nur Verunreinigungen entfernt, sondern auch die natürliche Holzoberfläche wieder geöffnet. Nach dem Schleifvorgang sollte der entstandene Holzstaub gründlich mit dem Staubsauger entfernt und die Fläche nebelfeucht nachgewischt werden.

Pflege von Glasfronten, Saunasteinen und Zubehör

Moderne Saunas verfügen häufig über grosszügige Glasfronten oder Glastüren. Diese können unkompliziert mit handelsüblichem Glasreiniger oder einer Mischung aus Wasser und etwas Essig gesäubert werden. Achten Sie dabei darauf, dass keine Reinigungsmittel auf die angrenzenden Holzrahmen tropfen.

Auch die Saunasteine bedürfen regelmässiger Aufmerksamkeit: Kontrollieren Sie diese mindestens einmal jährlich auf Risse und Brüche. Zersetzte Steine können den Ofen blockieren und sollten ausgetauscht werden. Saunaeimer und Schöpfkelle aus Holz sollten nach jeder Nutzung entleert und trocken gelagert werden, um Rissbildung und Fäulnis zu verhindern.

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